Allgemeine Geschäftsbedingungen (Beratervertrag / Therapievertrag)

Begriffsbestimmungen

– Paartherapie, Paarberatung, Eheberatung, Psychotherapie und psychologische Beratung sind Dienstleistungen im beraterischen und / oder psychotherapeutischen Sinne. Die Übergänge zwischen Beratung und Psychotherapie können im Einzelfall fließend sein.

Die Auftraggeber der Dienstleistung werden im Folgenden als Klienten / Patienten, der Dienstleister als Berater / Therapeut bezeichnet.

– Eine Paartherapie, Paarberatung, Eheberatung soll der Klärung, Gesundung und Weiterentwicklung von Paarbeziehungen dienen.

– Eine psychologische Beratung soll der Klärung von wichtigen persönlichen Fragen und der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit dienen.

– Eine Psychotherapie hat das Verringern oder Beseitigen von Krankheitssymptomen zum Zweck. Sie kann auch der Prävention von psychischen Erkrankungen dienen.

§1 Anwendung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

– Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprechen dem Beratervertrag / Therapievertrag. Sie regeln die beiderseitig akzeptierten Geschäftsbedingungen zwischen Klienten / Patienten und Berater / Therapeut, sofern zwischen beiden Vertragsparteien schriftlich keine anderen oder zusätzlichen Vereinbarungen getroffen wurden.

– Der Vertrag kommt mit dem Ausfüllen und der Unterzeichnung des Praxisbogens durch die Klienten / Patienten vor Beginn der ersten Beratungs- oder Therapiesitzung zustande. Der Praxisbogen dient zur Aufnahme der wesentlichen Adress- und Kontaktdaten der Klienten / Patienten und informiert über einen Teil der hier aufgeführten Geschäftsbedingungen. Gleichzeitig werden die Klienten / Patienten mit dem Praxisbogen über die getroffenen Maßnahmen zum Schutz ihrer persönlichen Daten in Kenntnis gesetzt.

§2 Freiwilligkeit der Dienstleistung und ihrer Inanspruchnahme

– Die Teilnahme der Klienten / Patienten an den Sitzungen ist freiwillig und kann auf eigenen Wunsch jederzeit beendet werden.

– Das Erbringen der Dienstleitung durch den Berater / Therapeut ist ebenfalls freiwillig. Der Berater / Therapeut hat das Recht, einen Beratungs- oder Therapievertrag abzulehnen, vereinbarte Sitzungen abzusagen und laufende Sitzungen abzubrechen.

Gründe für die Nichtaufnahme einer Beratung oder Therapie, für die Absage oder das Abbrechen einer Sitzung können zum Beispiel ein nicht zu erwartendes oder nachlassendes ausreichendes Vertrauensverhältnis sein oder dass der Berater / Therapeut in einen Gewissenskonflikt gerät oder dass der Berater / Therapeut aufgrund seiner Spezialisierung eine Zusammenarbeit als nicht oder als nicht mehr sinnvoll oder hilfreich erachtet.

In keinem der im letzten Absatz genannten Zusammenhänge ist der Berater / Therapeut verpflichtet, Gründe für seine Entscheidungen anzugeben.

§3 Honorarkosten im Falle eines Sitzungs-, Beratungs- oder Therapieabbruches

Brechen Klienten / Patienten eine Sitzung ab, ist das Honorar für die angefangene Sitzung zu entrichten. Für nach der abgebrochenen Sitzung vereinbarte weitere Sitzungen muss das Honorar nicht entrichtet werden, falls die Klienten / Patienten die vereinbarten Sitzungen nicht mehr in Anspruch nehmen möchten.

Bricht der Berater / Therapeut eine Sitzung ab, müssen die Klienten / Patienten die angefangene Sitzung nicht bezahlen. Der Berater / Therapeut behält durch den Abbruch einer Sitzung den Anspruch auf sein Honorar für bereits geleistete Sitzungen. Letzteres gilt auch, wenn der Berater / Therapeut die Beratung oder Therapie, aus einem für ihn wichtigen Grund, insgesamt abbricht.

Wenn der Berater / Therapeut eine Sitzung aus für ihn wichtigen Gründen lang- oder kurzfristig absagt, können Die Klienten / Patienten für Nachteile, die ihnen dadurch entstehen, keine Entschädigung geltend machen.

§4 Entstehende Kosten bei Absage oder Nichtantreten von Sitzungen

Bei Nichterscheinen zu einer Sitzung oder bei einer Absage am Sitzungstag, berechnet der Berater / Therapeut das volle vereinbarte Honorar. Bei einer Absage bis zu zwei Werktage vor einer Sitzung berechnet er das halbe vereinbarte Honorar. Davor ist eine Absage kostenfrei.

§5 Bezahlung der erbrachten Leistungen

Die aktuell gültigen Honorare des Beraters / Therapeuten sind auf seiner Internetseite www.Paartherapie-Paarberatung-Koeln.de unter dem Punkt Kosten einsehbar. Die Angaben zu den Honoraren sind ebenfalls auf dem Praxisbogen, den alle Klienten / Patienten vor Aufnahme der ersten Sitzung ausfüllen, aufgeführt.

Die Leistungen des Beraters / Therapeuten sind Leistungen für Selbstzahler. Das Honorar ist nach der Sitzung in bar zu bezahlen. Es gibt in der Praxis kein Kartenlesegerät.

Wenn Klienten / Patienten eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker haben oder privat krankenversichert sind kann es sein, dass die Versicherung alle oder einen Teil der von den Klienten / Patienten an den Berater / Therapeut bereits entrichteten Kosten übernimmt – dies bezieht sich auf erbrachte psychotherapeutische Leistungen und hängt vom Vertrag der Klienten / Patienten ab.

Die Klienten / Patienten erhalten am Sitzungsende, direkt nach der Bezahlung eine Rechnung über den gezahlten Betrag. Eine Sammelrechnung am Ende der Zusammenarbeit ist auf Wunsch der Klienten / Patienten alternativ möglich. Wenn die Klienten / Patienten eine spezifizierte Rechnung zum Einreichen bei einer Versicherung benötigen, sollten sie dies dem Berater / Therapeuten mitteilen.

Der Berater / Therapeut erstellt keine Berichte oder Gutachten für Krankenkassen oder Zusatzversicherungen.

$ 6 Vertraulichkeit / Verschwiegenheitspflicht

– Mit Daten sind in diesem Paragrafen, neben allen weiteren Daten, auch die Inhalte der Beratungs- und Therapiesitzungen gemeint.

— Der Berater / Therapeut behandelt die persönlichen Daten der Klienten / Patienten vertraulich. Nach § 630a BGB und der Berufsordnung des VFP unterliegt der Berater / Therapeut bezüglich der Daten der Verschwiegenheitspflicht. Es gelangen also keine Inhalte der gemeinsamen Sitzungen an außenstehende Personen oder Institutionen – es sei denn, die Klienten / Patienten beauftragen den Berater / Therapeut ausdrücklich damit.

– In einigen wenigen Fällen bespricht der Berater / Therapeut einzelne Sitzungsinhalte mit anderen Fachkräften aus seinem Berufsfeld. Diese Gespräche dienen der Supervision. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Klienten / Patienten werden ihre Namen in diesen Gesprächen nicht genannt – ebenso wie keine Zusammenhänge, die eine persönliche Zuordnung der Inhalte ohne Namensnennung möglich machen würden.

– Absatz 2 findet keine Anwendung, wenn der Berater / Therapeut zur Weitergabe von Daten oder Inhalten verpflichtet ist; zum Beispiel aufgrund von gerichtlicher oder behördlicher Anordnung.

– Absatz 2 findet außerdem keine Anwendung, wenn der Berater / Therapeut im Zusammenhang mit der von ihm durchgeführten Paartherapie, Paarberatung, Eheberatung, Psychologischen Beratung oder Psychotherapie persönlichen Angriffen ausgesetzt ist oder seine berufliche Tätigkeit Angriffen ausgesetzt ist und er mit der Verwendung zutreffender Daten zu seiner Entlastung beitragen kann.

§7 Meinungsverschiedenheiten

Aus dem Berater- oder Therapievertrag entstehende Meinungsverschiedenheiten sollten gütlich geregelt werden. Es empfiehlt sich dazu, der anderen Vertragspartei Beschwerden und abweichende Vorstellungen und Meinungen schriftlich vorzulegen.

§8 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. des darin enthaltenen Berater- und Therapievertrages nichtig oder nicht gültig sein, wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen und die Gültigkeit des gesamten Konstruktes nicht berührt.

Im Falle der Nichtigkeit oder Ungültigkeit von Bestimmungen sind diese in freier Auslegung durch solche zu ersetzen, die dem Parteiwillen oder Vertragszweck am nächsten kommen.


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