Häufige Fragen und Tipps

Wichtig für den Umgang mit den folgenden Texten

Die folgenden Texte bezwecken, Sie zu informieren und Ihnen hilfreiche Tipps an die Hand zu geben. Ich habe die Texte nach bestem Wissen und Gewissen erstellt.

Zum großen Teil basieren sie auf meiner persönlichen und beruflichen Erfahrung. Ich kann jedoch keine Verantwortung und keine Haftung dafür übernehmen, wie Sie die Inhalte für sich nutzen – u.a. deshalb nicht, weil ich diesen Vorgang nicht persönlich „begleiten“ kann.

Im Zweifelsfall bitte ich Sie, sich persönlich an mich oder an einen anderen Fachmann zu wenden.


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Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Es ist unterschiedlich
Ich bekomme von Woche zu Woche unterschiedlich viele neue Anfragen. Zudem überlege ich meistens erst am Ende einer Sitzung mit meinen Klienten und Patienten wann der nächste Termin Sinn macht. Der Füllgrad meines Kalenders ist dadurch oft großen und wenig vorhersehbaren Schwankungen unterworfen.

Meistens geht es schnell
Meistens gelingt es mir, innerhalb der nächsten 1-3 Wochen einen passenden Termin zu finden. Haben gerade mehrere Paare oder Klienten die Beratung oder Therapie abgeschlossen oder gibt es eine kurzfristigen Absage, können Termine auch ganz kurzfristig möglich sein.

Mein Vorschlag an Sie
Fragen Sie mich einfach. Rufen Sie mich kurz an oder schreiben Sie mir eine Email. Ich werde mich auf jeden Fall bemühen, Ihren Terminwunsch so zeitnah wie möglich zu erfüllen.

Hilfe finden
Ich helfe Ihnen auch Hilfe zu finden, wenn ich glaube, dass ich nicht der richtige Ansprechpartner für Sie bin – oder, wenn mein Terminkalender einmal so voll ist (manchmal ist das der Fall), dass ich gerade keine neuen Klienten oder Patienten annehmen kann. Ich berate Sie gerne, wie Sie möglichst zeitnah einen passenden Berater oder Therapeuten finden.

Muss ich mich auf die Sitzungen vorbereiten?

Eigentlich nicht – bringen Sie einfach sich selbst und Ihr Anliegen mit und wir werden sehr schnell ins Thema finden. So ist meine Erfahrung in fast allen Fällen.

Wenn Sie aber bereits vor der ersten Sitzung wissen, welche Ziele Sie erreichen möchten oder welchen bestimmten Wunsch Sie an das Sitzungssetting haben, kann das hilfreich sein und einen schnelleren und konkreteren Einstieg ermöglichen.

Wenn Ihr Ziel für Sie aber noch nicht ganz klar ist, ist das auch in Ordnung. Ein konkretes Ziel formulieren zu können, kann auch das Ergebnis einer Sitzung sein. Auch können Ziele während laufender Therapie- und Beratungsprozesse neu- oder umformuliert werden.

Unterliegt der Berater / Therapeut der Schweigepflicht?

Ja,
ich unterliege nach § 630a BGB und der Berufsordnung des VFP der Verschwiegenheitspflicht. Es gelangen also keine Inhalte unserer gemeinsamen Sitzungen an außenstehende Personen.

Ausnahme Supervision
In einigen wenigen Fällen bespreche ich Sitzungsinhalte mit anderen Fachkräften aus meinem Berufsfeld. Diese Gespräche dienen meiner Supervision – also meiner fachlichen Weiterentwicklung und der Qualitätssicherung der Sitzungen.

Zum Schutz Ihrer Persönlichkeitsrechte wird Ihr Namen in diesen Gesprächen nicht genannt. Ich nenne auch keine Zusammenhänge, die eine persönliche Zuordnung der Inhalte ohne Namensnennung möglich machen würden.

Seltene weitere Ausnahmen
In ganz seltenen Fällen kann es zur Aufhebung der Verschwiegenheitspflicht kommen. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn ich durch eine behördliche Anordnung zu Angaben verpflichtet würde. Weitere seltene Aufhebungsbeispiele finden Sie in meinen AGBs im §6 Vertraulichkeit / Verschwiegenheitspflicht.

In meiner bisherigen Laufbahn als selbstständiger Berater und Therapeut ist es noch zu keinem einzigen Fall der Aufhebung der Verschwiegenheitspflicht gekommen.

Therapie und Beratung auch bei Ängsten davor?

Ein gewisses Maß an Angst ist normal
Eine Beratungs- oder Therapiesitzung ist für die meisten Menschen eine neue oder ungewohnte Situation. Neue und ungewohnte Situationen erzeugen Angst. Das kennt jeder – zum Beispiel, wenn er sich an den Tag erinnert, an dem er zum ersten Mal die neue Arbeitsstelle aufsuchte oder an dem er zum ersten Mal an den Aktivitäten eines Vereins teilnahm.

Angst als gesunde Schutzfunktion
Ein gewisses Maß an Angst sollte in ungewohnten Situationen vorhanden sein, denn sie erfüllt bei uns Menschen eine Art Schutzfunktion (gemeint sind hier also nicht die verschiedenen Formen pathologischer Angst).

In vielen neuen oder unsicheren Situationen meldet sich die Angst. Angst ist eine stärkere Energie von relativ statischer Form. Wir bemerken sie als eine Art Anspannung, die meist mit einer erhöhten Aufmerksamkeit verbunden ist.

Genau dieser Zustand macht in neuen und unbekannten Situationen des Lebens Sinn: Man weiß nicht genau, was als nächstes passieren wird und befindet sich deshalb in einem Zustand hoher Energie und Aufmerksamkeit. Die hohe Energie kann jederzeit genutzt (entladen) werden, wenn der Mensch mithilfe der hohen Aufmerksamkeit eine entsprechende Notwendigkeit bemerkt (Beispiel: Angriff oder Flucht in der freien Natur).

Wie Sie mit Ihrer Angst umgehen können
– Stehen Sie zu Ihrer Angst. Vielleicht sprechen Sie Ihre Angst zu Beginn der ersten Sitzung an. Das Reden über Gefühle erleichtert und hilft beim Ankommen.

– Seien Sie sich bewusst, dass Sie Ihre (Angst-)Energie notfalls einsetzen können – zum Beispiel, indem Sie Dinge ansprechen, die Sie stören oder indem Sie die Sitzung Ihrerseits beenden, wenn es gar nicht für Sie passt.

Angst und Scham auflösen
Angst und Scham (letztere kann auch eine Rolle spielen) sind Gefühle, die sich, als im beim Menschen auftretendes Phänomen, in gewisser Weise ähnlich auflösen lassen:

– Geht man auf die Angst oder Scham zu, indem man sich bewusst in die Angst oder in die Scham erzeugende Situation begibt und diese durchlebt, werden die Angst und die Scham in vielen Fällen zunehmend kleiner oder verschwinden ganz.

– Meistens versuchen wir das Auftreten oder Wahrnehmen von für uns unangenehmen Gefühlen, wie zum Beispiel Angst und Scham zu vermeiden. Nehmen wir diese Gefühle an und wenden uns Ihnen mit unserer inneren Aufmerksamkeit auf annehmende Weise zu, kann das in vielen Fällen zum Verändern oder zum Verschwinden dieser Gefühle führen.

Bitte beachten Sie dazu
Die zuvor genannten Hinweise zum Umgang mit Gefühlen wie Angst und Scham habe ich an dieser Stelle genannt, um Ihnen den Einstieg in eine Beratung oder Therapie möglicherweise zu erleichtern – also für den Fall, dass Sie bei diesem Vorhaben mit solchen Gefühlen zu tun haben.

Leiden Sie unter stärkeren, pathologischen Angst- oder Schamgefühlen, können die genannten Vorgehensweisen ebenfalls erleichternd oder heilend wirken. In den meisten pathologischen Fällen sollten die Vorgehensweisen aber im Rahmen einer professionellen Behandlung erläutert, eingeübt und begleitet werden.

Bezahlen die Krankenkassen eine Paartherapie?

Leider nein – auch, wenn in vielen Paartherapien die Symptome psychischer Erkrankungen „automatisch“ mitbehandelt werden (es geht ja in vielen Fällen um die Auseinandersetzung mit den eigenen Erlebens- und Verhaltensmustern) bzw. das Eingehen auf psychische Symptomatiken einen großen Teil einer Paartherapie ausmachen kann. Weder die gesetzlichen, noch die privaten Krankenkassen bezahlen auf direktem Weg eine Paartherapie.

Es gibt nur eine Möglichkeit, als Paar psychotherapeutische Sitzungen zu bekommen, die durch die Krankenkassen finanziert werden:

Hat einer der beiden Beziehungspartner die Diagnose einer psychischen Erkrankung und befindet er sich in einer kassenfinanzierten Psychotherapie, kann der Therapeut die Partnerin oder den Partner für eine bestimmte Anzahl von Sitzungen dazunehmen. Dieser Vorgang nennt sich Mitbehandlung eines Angehörigen oder Psychotherapie in Anwesenheit eines Angehörigen.

In ganz vielen Fällen passiert in diesen Sitzungen genau das, was in einer Paartherapie auch passiert – nur das grundsätzliche „Ausgangssetting“ der Therapie ist eben ein anderes.

Kann ich auch alleine kommen?

Meistens beginnt eine Paartherapie, Paarberatung, Eheberatung mit beiden Beziehungspartnern. Es kommt aber nicht selten vor, dass ein Beziehungspartner sich eine Paartherapie wünscht oder eine solche für notwendig hält, der andere jedoch nicht. Dies kann viele Gründe haben.

Ist einer von beiden nicht oder noch nicht dazu bereit, kann auch eine Einzelberatung sinnvoll sein. Denn auch, wenn einer alleine anfängt maßgeblich Dinge, wie zum Beispiel das eigene Verhalten, Denkweisen, etc. zu verändern, kann dadurch in vielen Fällen ein Veränderungsprozess für das ganze Paar erzielt oder zumindest angestoßen werden.

Wichtig:
Gibt es die Option, dass aus der Einzelberatung eine Paartherapie beim gleichen Therapeut wird, sollte folgendes beachtet werden: In einer Paartherapie darf nicht das Gefühl von Parteilichkeit entstehen oder, dass der Therapeut mit einem der beiden Teilnehmenden Geheimnisse hat. Folglich muss es möglich sein, dass die Inhalte der Zweiergespräche im Gespräch zu dritt offengelegt werden können.

Arbeiten Sie auch mit gleichgeschlechtlichen Paaren?

Natürlich, selbstverständlich!

Es ist mir fast unangenehm, die Frage hier überhaupt hineinzuschreiben. Da ich diese Frage von Frauen, die Frauen und von Männern, die Männer lieben aber hin und wieder gestellt bekomme, habe ich mich entschieden, sie in die Fragensammlung aufzunehmen.

Ich möchte an dieser Stelle ein klares Statement abgeben, dass ich der tiefen Überzeugung bin, dass sich lieben sollte, wer sich liebt und dass zusammen sein sollte, wer sich zusammengehörig fühlt – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Religion und Alter.

Schließt eine psychische Erkrankung eine Paartherapie oder Paarberatung aus?

In den meisten Fällen nicht
Es wäre ja schlimm, wenn sich Menschen mit einer psychischen Erkrankung keine Hilfe zur Bewältigung ihrer Beziehungskonflikte holen könnten. Gerade Paare, bei denen ein Partner eine psychische Erkrankung erleidet, benötigen oft eine besondere Unterstützung.

Die Art der Erkrankung beeinflusst das Vorgehen
Je nach Art der psychischen Erkrankung kann aber ein bestimmtes Vorgehen des Therapeuten notwendig oder ausgeschlossen sein. So ist zum Beispiel bei Menschen mit Erkrankungen mit psychotischen Symptomen – dies sind Symptome, die mit dem Erleben eines Realitätsverlustes einhergehen – eine aufdeckende Arbeit nahezu ausgeschlossen (man geht nicht in Kindheitserlebnisse zurück und versucht das Auftreten stärkerer Gefühlserlebnisse zu vermeiden).

Je nach Erkrankung und aktuellem Stand der Erkrankung kann es sein, dass der Paartherapeut vorerst oder ergänzend eine andere Therapieform empfiehlt.

Paartherapie als Beitrag zur Heilung
Eine Paartherapie kann Teil der Bewältigung einer psychischen Erkrankung sein. Beziehungskonflikte entstehen sehr oft aus der Wechselwirkung der individuellen Erlebens- und Verhaltensmuster, die die beiden Beziehungspartner in ihrem Leben erworben haben.

In vielen Fällen besteht genau zwischen diesen individuellen Mustern und dem Fortbestehen einer psychischen Erkrankungen ein starker Zusammenhang. Somit werden in einer Paartherapie in vielen Fällen die gleichen Muster bearbeitet, wie in einer Einzelpsychotherapie.

Eine Paartherapie ist aber dennoch in den meisten Fällen kein alleiniger Ersatz für eine eventuell notwendige Einzelpsychotherapie.

Wichtig: Die Zulassung des Paartherapeuten
Um als Paartherapeut mit Paaren arbeiten zu dürfen, bei denen eine psychische Erkrankung eine Rolle spielt, ist eine Zulassung zur Psychotherapie erforderlich. Letztere hat nur ein Teil der Paartherapeuten, da sie zur Arbeit mit nicht kranken KlientInnen nicht vorgeschrieben ist.

Eine psychotherapeutische Zulassung ist nur durch einen recht hohen Ausbildungs- und Finanzaufwand zu bekommen. Die erforderliche psychotherapeutische Zulassung besitzen zur Psychotherapie zugelassene Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten und Heilpraktiker bzw. der spezialisierte Heilpraktiker (Psychotherapie).

Therapie oder Beratung auch bei Zweifeln daran?

Information hilft
Sind Zweifel oder Unsicherheiten vorhanden, ob eine Beratung oder Therapie überhaupt etwas bringt oder ob ein bestimmter Berater oder Therapeut für das eigene Anliegen geeignet ist kann es hilfreich sein, sich im Vorfeld besonders gut zu informieren. Hierbei können zum Beispiel die Internetseite des Anbieters, Erfahrungsberichte ehemaliger Klienten und Patienten oder auch fachkundige Menschen, die man dazu befragen kann, gute Dienste leisten.

Das Ergebnis zählt
Ansonsten lassen sich Zweifel und Unsicherheiten am besten aufklären, indem man die Dinge ausprobiert und möglichst bewusst auf die auftretenden Effekte und die Ergebnisse schaut.

Es lohnt sich oft auch einmal andersherum zu denken: Welches Ergebnis halte ich für wahrscheinlich, wenn ich mir keine Hilfe hole (im Gegensatz dazu, wenn ich mir Hilfe hole)? Wofür möchte ich mich dann entscheiden?

Was kann ich tun, wenn der Therapeut scheinbar Fehler macht?

Therapeuten machen auch Fehler
Wie von jedem Mensch, der seiner Arbeit nachgeht, werden natürlich auch von Therapeuten Fehler gemacht. So kann es in Therapiesitzungen zum Beispiel vorkommen, dass der Therapeut seine eigenen Lebensthemen mit den Ihren vermischt. Vorgänge, die mit den Fachbegriffen Projektion und Übertragung bezeichnet werden, können hier eine bedeutende Rolle spielen. Der Therapeut wird dann teilweise nicht mehr mit ausreichend Abstand und damit nicht mehr adäquat auf alle Geschehnisse in der Sitzung reagieren.

Gute Ausbildungen minimieren Fehler
Damit so etwas nicht oder möglichst selten vorkommt, beinhalten gute therapeutische Ausbildungen ein größeres Kontingent an Selbsterfahrung und Therapiesitzungen, die der Therapeut selbst durchlaufen muss – um seine eigenen Themen und Muster kennen zu lernen und zu bearbeiten. Aber selbst ein gut ausgebildeter und sehr selbsterfahrener Therapeut ist nicht komplett davor gefeit, Fehler zu machen.

Woran erkennen Sie Fehler des Therapeuten?
Haben Sie in einer Therapiesitzung das Gefühl, dass der Therapeut sauer auf Sie ist? Haben Sie in der Paartherapie das Gefühl, dass sich der Therapeut mit einem der beiden PartnerInnen solidarisiert? Findet Ihre Sichtweise keine Anerkennung und wird vielleicht sogar „vom Tisch gewischt“? Haben Sie anderweitig ein komisches oder ungutes Gefühl?

Was Sie tun können

Sprechen Sie den Vorfall ruhig an. In vielen Fällen sind Fragen und Hinweise von Patienten und Klienten sehr hilfreich für den Beratungs- oder Therapieprozess. Ein Therapeut, bei dem Sie gut aufgehoben sind, wird sich mit sich selbst und mit Ihrem Anliegen respektvoll und gut auseinander setzen und Ihnen letztlich dafür dankbar sein.

Wischt hingegen ein Therapeut Ihre Kritik einfach vom Tisch oder gibt Ihrem Anliegen keinen Raum, haken Sie nach – indem Sie den Therapeuten darauf aufmerksam machen, dass er sich in einem wichtigen Punkt nicht mit Ihnen auseinandersetzt.

Findet Ihr Anliegen dann immer noch keinen Raum, gilt es zu überlegen, ob Sie bei einer für Sie guten Adresse gelandet sind.


War Ihre Frage hier nicht dabei?

Oder wünschen Sie zu einer Antwort weitere Informationen?

Rufen Sie mich gerne unverbindlich unter 0221 – 2585018 an – auch wenn Sie derzeit noch keinen Termin vereinbaren möchten – ich beantworte Ihre Fragen gerne.

Wenn ich gerade in den Sitzungen bin, kann ich nicht ans Telefon gehen. Da ich mich bei der zeitlichen Platzierung der Sitzungen sehr nach den zeitlichen Möglichkeiten meiner Klienten richte, habe ich keine festen Zeiten, zu denen ich telefonisch immer zu erreichen bin.

In der Zeit zwischen 8:30 Uhr und 9:00 Uhr bin ich von Montag bis Freitag jedoch in den meisten Fällen direkt erreichbar. Wenn Sie mich nicht direkt erreichen, sprechen Sie mir gerne auf meinen Anrufbeantworter. Werktags rufe ich Sie in der Regel noch am gleichen oder spätestens am nächsten Tag zurück.


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